Albert und Barbara von Metzler engagierten sich sozial und kulturell

Gegründet wurde die gemeinnützige Stiftung von einem Bankier, dem die Arbeit am Kapitalmarkt ebenso viel bedeutet wie die Arbeit für die Gemeinschaft: Friedrich von Metzler rief die Stiftung im Jahr 1998 zunächst als Albert von Metzler-Stiftung ins Leben. Der Name erinnert an seinen Vater, den Bankier Albert von Metzler. Im Jahr 2005 fusionierte die Albert von Metzler-Stiftung mit der Stiftung von Friedrich von Metzlers Schwester Barbara zur Albert und Barbara von Metzler-Stiftung.

Albert von Metzler

Albert von Metzler
Albert von Metzler (1898-1989)

Der 1898 geborene Bankier Albert von Metzler begann seine Ausbildung 1919 im Bankhaus Metzler, dem er bis zu seinem Ausscheiden im Jahr 1977 verbunden blieb. Nach seiner Rückkehr aus russischer Kriegsgefangenschaft im Jahr 1950 baute er das Bankhaus Metzler  wieder auf, dessen Geschäfte 1933 bis 1945 fast völlig stillgestanden hatten.

Zudem beteiligte er sich wegweisend an der Modernisierung des Kapitalmarkts in Deutschland und am Ausbau des Finanzplatzes Frankfurt nach dem 2. Weltkrieg. So gehörte er 1956 zu den Gründern der Deutschen Gesellschaft für Wertpapiersparen mbH (DWS) und war von 1961 bis 1967 Präsident der Frankfurter Wertpapierbörse. In dieser Position setzte er sich für die Stücknotierung von Aktien ein, die 1967 eingeführt wurde.

Zeit seines Lebens unterstützte Albert von Metzler zahlreiche soziale und kulturelle Einrichtungen wie das Freie Deutsches Hochstift, die Dr. Senckenbergische Stiftung und den Städelschen Museumsverein. Die Stadt Frankfurt würdigte diesen Einsatz 1969 mit der Ehrenplakette der Stadt. Aus Albert von Metzlers Ehe mit Elisabeth Kunze gingen zwei Kinder hervor, Barbara und Friedrich.

Barbara von Metzler

Barbara von Metzler
Barbara von Metzler (1941-2003)

Albert von Metzlers Tochter Barbara wurde 1941 geboren. Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre war sie für die Treuarbeit Aktiengesellschaft (heute PWC Deutsche Revision) tätig und bestand als einer der ersten Frauen in Deutschland ihr Examen als Steuerberaterin und Wirtschaftsprüferin.

Von 1994 bis 2000 leitete sie die Administration des Städelschen Kunstinstituts. In dieser Funktion initiierte sie die "Gunst-Sammlung" und warb private Spenden von mehr als 23 Millionen DM zugunsten des Städel ein. Testamentarisch verfügte sie die Gründung einer Stiftung unter ihrem Namen, die aufgrund gleicher Stiftungszwecke direkt mit der Albert von Metzler-Stiftung fusionierte.

Darüber hinaus setzte sie sich bis zu ihrem Tod im Jahr 2003 für zahlreiche weitere Institutionen, Stiftungen und Vereine in ihrer Heimatstadt Frankfurt ein, darunter das Historische Museum, die Bürgerstiftung und der Städelsche Museumsverein. Für ihr ehrenamtliches und mäzenatisches Wirken wurde sie mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande, der Georg-August-Zinn-Medaille des Landes Hessen und der Ehrenplakette der Stadt Frankfurt ausgezeichnet.

Friedrich, Sylvia und Elena von Metzler
Stiftungsgründer Friedrich von Metzler, Vorstandsvorsitzende Sylvia von Metzler und Kuratoriumsmitglied Elena von Metzler