„d.eu.tsch | Stipendium für junge Europäer“

Mehr als ein Sprachprogramm

11.1.2016
  • d.eu.tsch | Stipendium für junge Europäer“ für arbeitsuchende junge Akademiker aus Griechenland, Italien, Portugal und Spanien geht in die vierte Runde
  • Mehr als ein Sprachprogramm: Arbeitsagentur, Goethe-Institut und Metzler-Mentoren bereiten auf Leben und Arbeiten in Deutschland vor

„Ich möchte das Sprachstipendium dazu nutzen, um für mich eine bessere Zukunft aufzubauen“, schrieb Anna Petroulaki in ihrem Bewerbungsschreiben für das „d.eu.tsch-Sprachstipendium“. Die 30-jährige Griechin mit Masterabschluss in „Advanced Computer and Comunication Systems“ ist seit rund zwei Jahren arbeitslos. Da Sprach-Intensivkurse in Deutschland sehr teuer sind, ist ihre Teilnahme am fünfmonatigen Stipendium ein großes Glück für sie. So wie ihr geht es den anderen 15 künftigen Stipendiaten, die ihre berufliche Chance ergreifen wollen. Zwölf davon haben Ingenieurs- oder IT-Abschlüsse, vier sind Ärzte. Übereinstimmend erwarten sie in Deutschland das höchste technische Niveau in Unternehmen und wollen sich dieser Herausforderung stellen. Sie wissen, dass sie ihre akademischen PS auf Masterniveau nur auf die Straße bringen, wenn sie gut Deutsch sprechen können. Dazu befähigt sie das angestrebte C1-Niveau (laut europäischem Referenzrahmen). Alba Carbonell, eine junge Ärztin aus Barcelona, weiß, dass sich eine Zukunft in deutschen Kliniken nur meistern lässt, wenn „wir perfekt Deutsch sprechen, um das vollste Vertrauen der Patienten zu genießen“.

Die Suche nach geeigneten Stellen bei deutschen Unternehmen und Kliniken wird von der Arbeitsagentur und dem Frankfurter „Welcome-Center“ intensiv begleitet. Das Stipendienprogramm funktioniert: Seit 2012 haben 51 Stipendiaten ihr Sprachzertifikat erhalten – und rund 90 % fanden eine Arbeitsstelle gemäß ihren Qualifikationen.

Die Idee

Angesichts der seit Jahren anhaltend hohen Jugendarbeitslosigkeit in Südeuropa und des gleichzeitig drohenden Fachkräftemangels in Deutschland bietet sich eine länderübergreifende Lösung an. Unter dem Motto „Wir sind ein Europa“ eröffnet das Sprachstipendium „d.eu.tsch - eine Kooperation der Frankfurter Metzler-Stiftung und des Goethe-Instituts – den betroffenen jungen Menschen Perspektiven. Denn mit soliden Deutschkenntnissen steht den gut ausgebildeten Akademikern auch der deutsche Arbeitsmarkt für ihren Berufsweg offen.

Das Goethe-Institut fördert und vermittelt seit über 60 Jahren mit seinem weltweiten Netzwerk die deutsche Sprache als Schlüsselqualifikation für Bildung, Beruf und Verständigung. Die Arbeitsagentur und das „Welcome-Center“ bereiten alle Stipendiaten intensiv auf Bewerbungen bei deutschen Unternehmen vor und vermitteln Stellen.

Jeder Stipendiat hat einen eigenen Metzler-Mitarbeiter an seiner Seite, der sich ehrenamtlich um das Einleben in Deutschland kümmert. Dieses Mentoring wird fachlich begleitet von „berami-Berufliche Integration e.V.“ aus Frankfurt am Main. Wichtige fachliche Unterstützung leistet auch die Frankfurter Kreditanstalt für Wiederaufbau. Sie stellt pro Durchgang zwei auf ein Jahr befristete Stellen für den Berufseinstieg zur Verfügung, sofern entsprechende Qualifikationen und Vakanzen vorhanden sind. Schon drei Stipendiaten konnten seit 2013 dort erste Berufserfahrungen sammeln (siehe hierzu: https://www.youtube.com/watch?v=LiB2cqPA42I). Der Verein deutscher Ingenieure (VDI), Düsseldorf, stellt die „VDI-Nachrichten“ und sein Netzwerk zur Verfügung, um den Eintritt in den Arbeitsmarkt zu erleichtern.

Verwirklicht wird das Stipendium mithilfe der Förderer: Friedrich von Metzler, Frankfurt am Main; Bankhaus Metzler, Frankfurt am Main; Giesecke&Devrient-Stiftung, München; Porsche Consulting GmbH, Bietigheim-Bissingen; Stadtsparkasse Offenbach; VDI, Düsseldorf.

Auftakt des d.eu.tsch IV

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